Aktuelles

Gesundheitsminister stellt sich dem Pflegealltag

18. September 2021

Minister Jens Spahn im Fachgespräch mit Vertretern der Kirchlichen Sozialstation Sachsenheim

Jens Spahn im Gespräch mit Pfarrer Hofmann (re.) und Lothar Kämmle (2.v.r.)
Jens Spahn im Gespräch mit Pfarrer Hofmann (re.) und Lothar Kämmle (2.v.r.)

In bewegten Zeiten von Wahlkampf und Pandemie haben der amtierende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Wahlkreiskandidat Fabian Gramling die Sozialstation Sachsenheim besucht. Die Kooperationspartner Kirchliche Sozialstation Sachsenheim und die Evangelische Altenheimat (Stuttgart), die in Sachsenheim das Pflegeheim „Sonnenfeld“ betreibt, waren jeweils mit Vertretern aus Vorstand, Leitungskräften und engagierten Mitarbeitern aus der Pflege in der Diskussionsrunde vertreten.

Seitens der Arbeitsgemeinschaft der Sozial- und Diakoniestationen im Landkreis Ludwigsburg nahmen der Sachsenheimer Geschäftsführer Lothar Kämmle und AG-Vorsitzender Thomas Schickle an dem Gespräch teil.

 

Nach einer Begrüßung des Vorsitzenden der Kirchlichen Sozialstation, Pfarrer Dieter Hofmann, hatten alle Beteiligten die Möglichkeit die Probleme des Alltags aus dem Bereich der Pflege offen mit Herrn Spahn zu diskutieren.

Sowohl in der stationären Pflege, wie auch im ambulanten Bereich hat sich schnell ein akutes Problem herauskristallisiert, nämlich der Personalmangel und daraus resultierende Belastung beim Pflegepersonal.

 

Der Minister Spahn hat jedem Redner aufmerksam zugehört. Er betonte, was sein Ministerium in den letzten 3 Jahren bewegt hat, musste anhand der Schilderungen jedoch auch feststellen, dass die Maßnahmen noch nicht ausreichend sind und noch mehr getan werden muss.

Herr Spahn bemängelte, dass die Pflegebranche über sich selbst häufig negativ berichte. Man dürfe sich deshalb nicht wundern, wenn es wenig Bereitschaft gebe, in der Pflege zu arbeiten. Er wünscht sich, dass die Mitarbeiter die positiven Dinge der täglichen Arbeit in der Pflege der Bevölkerung bewusst machen.

 

Weitere Themenblöcke wie die Neuausrichtung der Ausbildung in der Pflege, Rettungsschirm und Finanzierung der Pflegeeinrichtung waren Bestandteil der Diskussionsrunde.

Es hätten sich sicherlich noch viel mehr an aktuellen Gesprächsthemen ergeben, leider war die Stunde, die Jens Spahn an Besuchszeit mitgebracht hatte, viel zu schnell vergangen.

Als gemeinsame Erinnerung gab es zum Schluss bei schönstem Wetter noch ein Gruppenfoto vor dem  sehenswerten Haus am Sonnenfeld.

Als Resümee lässt sich feststellen, dass auch ein persönlicher Besuch des Gesundheitsministers nicht die Probleme des Alltags löst.

Geschäftsführer Lothar Kämmle zeigte sich zuversichtlich: “Wir kommen dem Wunsch von Herr Spahn gerne nach, die Pflege positiv darzustellen und sind guter Hoffnung, dass er unsere Wünsche und Sorgen in sein Gesundheitsministerium mitnimmt, damit diese irgendwann in Erfüllung gehen“.

 

 

Fabian Gramling, Wahlkreiskandidat,  war tief beeindruckt von der Schilderung des Pflegealltags. Er bot spontan an, einen Tag in der Pflege zu hospitieren. Gerne wird man nach der Bundestagswahl auf das Angebot zurückkommen.

Elektromobilität nimmt Fahrt auf

24. Februar 2021

Weitere Sozialstationen fahren emissionsfrei

Als Zuschuss für die Beschaffung von 10 Elektrofahrzeugen erhielt die Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg eine Bundesförderung von 57.000 Euro. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Steffen Bilger, überreichte in Berlin einen Scheck in Höhe von 57.700 Euro an die stellvertretende Geschäftsführerin Angelika Herrmann.

„Im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017-2020“ stehen 265 Millionen Euro für die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und der dazugehörigen Ladeinfrastruktur für Kommunen mit zu hohen Stickstoffbelastungen zur Verfügung“, sagte der Staatssekretär. Die Diakonie-und Sozialstation Ludwigsburg muss in diesem Jahr altershalber zehn ihrer Dienstautos ersetzen. Mithilfe der Förderung können Elektrofahrzeuge beschafft werden. „Wir möchten damit unseren Teil zur sauberen Luft in Ludwigsburg beitragen“, sagte Angelika Herrmann. Bei täglich über 50 gefahrenen Pflegetouren in der häuslichen Krankenpflege führe das zu einer deutlichen Emissionsreduzierung.

 

Auch die Diakoniestation Bottwartal, die Menschen in Oberstenfeld, Steinheim, Erdmannhausen und Murr versorgt, ist jetzt mit einem neuen E-Auto unterwegs. Durch Zuschüsse vom Land und vom Bund sowie einer Spende des Krankenpflegevereins Steinheim-Kleinbottwar ist die Anschaffung möglich geworden. „Weil ohnehin eine Neuanschaffung anstand, machte man sich Gedanken über ein elektrisch betriebenes Fahrzeug“, berichtete Michaela Klein, Verwaltungsleiterin der Diakoniestation. Ein zusätzliches Plus, so der Murrer Bürgermeister Torsten Bartzsch, sei, dass die Stadt Steinheim der Diakoniestation Bottwartal jeweils in den Nachtstunden einen E-Lade-Parkplatz auf dem Parkdeck Kloster zur Verfügung gestellt habe.

Die Sozialstation Sachsenheim hat zwischenzeitlich 10 Fahrzeuge auf E-Mobilität umgestellt. 15 E-Ladesäulen befinden sich unmittelbar an der neuen Station. Geschäftsführer Lothar Kämmle will bis Ende 2022 den restliche Fuhrpark komplett auf E-Mobilität umstellen. Auch er erhielt neben weiteren Förderungen aus dem Programm "Saubere Luft" rund  58.000 Euro Fördermittel.

 

v.l. Staatssekretär Steffen Bilger, Angelika Herrmann, Moderatorin Christiane Stein
v.l. Staatssekretär Steffen Bilger, Angelika Herrmann, Moderatorin Christiane Stein

Landkreisweit im Dienst von vielen Tausenden

10. März 2021

Sozialstationen im Landkreis sind wichtige Arbeitgeber

Die 21 Diakonie- und Sozialstationen im Landkreis Ludwigsburgversorgen regelmäßig 7.100 ältere und hilfsbedürftige Menschen. In den innerhalb der Arbeitsgemeinschaft zusammengefassten Diensten arbeiten 980 Mitarbeitende in sozialversicherungspflichtigen Voll- undTeilzeitbeschäftigungen sowie 480 Personen in Minijobs. Außerdem sind über 650 Ehrenamtliche in Demenzgruppe, Nachbarschaftshilfen und Hospizgruppen engagiert.Die eigene Ausbildung von Pflegefachkräften hat weiter zugenommen. „Mittlerweile stehen in den der AG angehörenden Stationen 50 Ausbildungsplätze zur Verfügung“, sagte der Vorsitzende Thomas Schickle.