Aktuelles

2. März 2022

Spitzenposition bei Gehältern

Beschäftigte in sozialen und Pflegeberufen verdienen in der Diakonie mehr

Kaum ist die Diakonie-Webseite www.attraktiver-wuerttemberg.de online, folgt die Bestätigung durch das unabhängige Branchenmedium Wohlfahrt Intern: Die Diakonie belegt die Spitzenposition im Tarif-Ranking. Dies basiert auf aktuellen Erhebungen des Entgeltatlasses der Bundesagentur für Arbeit.

„Dies ist eine hervorragende Anerkennung des Kommissionswegs. Die Top-Ergebnisse zeigen, dass der Weg über Arbeitsrechtliche Kommissionen zu besonders guten Gehältern und Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Diakonie führt“, freut sich Dietmar Prexl, Vorsitzender der Kommission für Unternehmensfragen im Diakonischen Werk Württemberg.

Das Diakonische Werk Württemberg hatte vor kurzem die Webseite www.attraktiver-wuerttemberg.de ins Netz gestellt, um Führungskräfte, Mitarbeitende sowie die Fachöffentlichkeit über die besonders attraktiven Gehälter und Arbeitsbedingungen sowie die Besonderheiten der Verhandlung der Diakonie-Tarife zu informieren.

10. November 2021

Diakoniestation Bietigheim-Bissingen ist Faire Einrichtung

Nachhaltiges Handeln als Vorbild

Geschäftsführerin Ute Epple (3.v.l.) freut sich mit Mitarbeiterinnen ihres Teams über die Auszeichnung
Geschäftsführerin Ute Epple (3.v.l.) freut sich mit Mitarbeiterinnen ihres Teams über die Auszeichnung

Die Diakoniestation Bietigheim-Bissingen ist von der Diakonie Württemberg mit der Plakette der Initiative „Faire Einrichtung“ ausgezeichnet worden.

Die Initiative „Faire Einrichtung“ des Diakonischen Werks Württemberg mit der Landesstelle Brot für die Welt fördert faire Beschaffung und die Bewahrung der Schöpfung in Einrichtungen, Diensten und Tagungshäusern der Diakonie und der evangelischen Kirche in Württemberg. Einrichtungen, die im ersten Jahr mindestens zwei Kriterien der Initiative und danach jährlich ein weiteres Kriterium erfüllen, können als Faire Einrichtung ausgezeichnet werden.

 

Die Diakoniestation Bietigheim-Bissingen engagiert sich seit vielen Jahren für faire Beschaffung und Umwelt- und Klimaschutz. So werden seit 2009 in der Diakoniestation ausschließlich fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt und fair gehandelter Tee und Zucker angeboten. Durch regionalen und saisonalen Einkauf und einen Leitungswasser-Sprudler anstelle von Wasserflaschen wird die Umwelt geschützt. Die Diakoniestation bezieht Ökostrom über die örtlichen Stadtwerke, setzt auf E-Bikes und Elektroautos und achtet auch in weiteren Bereichen auf nachhaltiges Handeln. „Mit unserem Engagement wollen wir zeigen, wie man fair handeln kann und damit gerne auch zum Vorbild für andere Einrichtungen werden – auf lokaler Ebene hier vor Ort und auch auf Ebene der Diakonie Württemberg“, sagte Ute Epple, Geschäftsführerin der Diakoniestation Bietigheim-Bissingen.

 

Die Initiative „Faire Einrichtung“ wird getragen von der Landesstelle Brot für die Welt Württemberg/Diakonisches Werk Württemberg in Kooperation mit dem Referat Umwelt des Evangelischen Oberkirchenrats Stuttgart/Geschäftsstelle Grüner Gockel, dem Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung (DiMOE), dem Zentrum für entwicklungsbezogene Bildung (ZEB)  und dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg.

18. September 2021

Gesundheitsminister stellt sich dem Pflegealltag

Minister Jens Spahn im Fachgespräch mit Vertretern der Kirchlichen Sozialstation Sachsenheim

Jens Spahn im Gespräch mit Pfarrer Hofmann (re.) und Lothar Kämmle (2.v.r.)
Jens Spahn im Gespräch mit Pfarrer Hofmann (re.) und Lothar Kämmle (2.v.r.)

In bewegten Zeiten von Wahlkampf und Pandemie haben der amtierende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Wahlkreiskandidat Fabian Gramling die Sozialstation Sachsenheim besucht. Die Kooperationspartner Kirchliche Sozialstation Sachsenheim und die Evangelische Altenheimat (Stuttgart), die in Sachsenheim das Pflegeheim „Sonnenfeld“ betreibt, waren jeweils mit Vertretern aus Vorstand, Leitungskräften und engagierten Mitarbeitern aus der Pflege in der Diskussionsrunde vertreten.

Seitens der Arbeitsgemeinschaft der Sozial- und Diakoniestationen im Landkreis Ludwigsburg nahmen der Sachsenheimer Geschäftsführer Lothar Kämmle und AG-Vorsitzender Thomas Schickle an dem Gespräch teil.

 

Nach einer Begrüßung des Vorsitzenden der Kirchlichen Sozialstation, Pfarrer Dieter Hofmann, hatten alle Beteiligten die Möglichkeit die Probleme des Alltags aus dem Bereich der Pflege offen mit Herrn Spahn zu diskutieren.

Sowohl in der stationären Pflege, wie auch im ambulanten Bereich hat sich schnell ein akutes Problem herauskristallisiert, nämlich der Personalmangel und daraus resultierende Belastung beim Pflegepersonal.

 

Der Minister Spahn hat jedem Redner aufmerksam zugehört. Er betonte, was sein Ministerium in den letzten 3 Jahren bewegt hat, musste anhand der Schilderungen jedoch auch feststellen, dass die Maßnahmen noch nicht ausreichend sind und noch mehr getan werden muss.

Herr Spahn bemängelte, dass die Pflegebranche über sich selbst häufig negativ berichte. Man dürfe sich deshalb nicht wundern, wenn es wenig Bereitschaft gebe, in der Pflege zu arbeiten. Er wünscht sich, dass die Mitarbeiter die positiven Dinge der täglichen Arbeit in der Pflege der Bevölkerung bewusst machen.

 

Weitere Themenblöcke wie die Neuausrichtung der Ausbildung in der Pflege, Rettungsschirm und Finanzierung der Pflegeeinrichtung waren Bestandteil der Diskussionsrunde.

Es hätten sich sicherlich noch viel mehr an aktuellen Gesprächsthemen ergeben, leider war die Stunde, die Jens Spahn an Besuchszeit mitgebracht hatte, viel zu schnell vergangen.

Als gemeinsame Erinnerung gab es zum Schluss bei schönstem Wetter noch ein Gruppenfoto vor dem  sehenswerten Haus am Sonnenfeld.

Als Resümee lässt sich feststellen, dass auch ein persönlicher Besuch des Gesundheitsministers nicht die Probleme des Alltags löst.

Geschäftsführer Lothar Kämmle zeigte sich zuversichtlich: “Wir kommen dem Wunsch von Herr Spahn gerne nach, die Pflege positiv darzustellen und sind guter Hoffnung, dass er unsere Wünsche und Sorgen in sein Gesundheitsministerium mitnimmt, damit diese irgendwann in Erfüllung gehen“.

 

Fabian Gramling, Wahlkreiskandidat, war tief beeindruckt von der Schilderung des Pflegealltags. Er bot spontan an, einen Tag in der Pflege zu hospitieren. Gerne wird man nach der Bundestagswahl auf das Angebot zurückkommen.